Der Stadtteil Sehl
... liegt oberhalb der Innenstadt am linken Ufer der Mosel.

Im Ortsteil Sehl steht eines der ältesten Fachwerkhäuser der Region. Mittels dendrochonologischer Untersuchung konnte dessen Fachwerk auf die Jahre 1374/75 datiert werden. Im Jahr 1493 gab Erzbischof Johann von Baden die Erlaubnis in Sehl eine Kirche als Filialkirche der Pfarrkirche St. Martin in Cochem zu bauen. Diese, dem heiligen Antonius geweihte Kirche und 1915 um ein Westportal erweitert, prägt heute das Panorama des Ortsteils und wird liebevoll "Sehler Dom" genannt.

Das zu Sehl gehörende Kloster Ebernach wurde 1130 von Benediktinern gegründet und gehörte früher zum Kloster Maria Laach. Seit 1887 sind hier die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz tätig und leiten dort eine Wohn- und Dienstleistungseinrichtung für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.
Wie Cond wurde Sehl 1932 eingemeindet und zeichnet sich neben einem Kern mit dörflichen Charakter durch schöne Wohnlagen aus, die oftmals den Bewohnern einen wunderbaren Ausblick in das Moseltal und auf die Reichsburg gewähren.